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12 November, 2012

Thanks Scott Berkun .... what a nice email I got

This was in  my email account today:
Dear nice person who clicked on this message:

We here at scottberkun.com know how often your email reading goes unthanked. This makes us sad. We know you had many messages you could have chosen to click on and we're honored you chose us. Unlike the other messages in your inbox, pushy and selfish, we wanted to make sure we thanked you for your well developed sense of taste for which email to read next. We even used our telepathic powers to check the other messages for you just to see if there was anything more important, and we would have put them ahead of us in your reading order if that was the case (it wasn't even close).

That's how much we care about you. We know it's not easy to read all the email you do, but by golly you do it every day, and we're proud to be a part of it. Bravo. Tally Ho. Geronimo!

1. RELAUNCH of scottberkun.com
2. Best posts of the month
3. Video of the month
4. Become a fan
5. Spread the word

1. RELAUNCH

The new design is live. Gone is the clutter and cruft, and in its place is glorious whitespace and easy reading, with countless little touches to make every visit as simple and pleasurable as possible.

http://www.scottberkun.com

2.Best of the Month

It was one of the best months of traffic ever at scottberkun.com. These posts led the way in views, comments and attention.

How to be good at anything
http://scottberkun.com/2012/how-to-be-good-at-anything/

Should you always trust your gut?
http://scottberkun.com/2012/trust-your-gut/

Can Self Awareness be Taught?
http://scottberkun.com/2012/can-self-awareness-be-taught/

Are design exercises in interviews unethical?
http://scottberkun.com/2012/are-design-exercises-in-interviews-unethical/

History of religion: explained
http://scottberkun.com/2012/the-history-of-religion-explained/

3. Video of the month - Feedback with frustration

If you work with ideas, half the story is how you incorporate or respond to critique from your co-workers. In this short talk I explain the common mistakes people make, and the time tested approaches for avoiding them to get the feedback you need, and the results you want.

http://scottberkun.com/2011/feedback-without-frustration-video/

4. Become a fan

Join the street team / Fan club

If you're a fan, or a friend, and would be willing to post a
thing or two to Facebook or Twitter now and then to help spread
word of my work, please join.

http://groups.google.com/group/berkunfan?hl=en

There are special prizes and thank yous for folks who help out.

5. Please spread the word

If you enjoy something above, share with friends on the interwebs.
If you hate something I wrote, forward to your enemies.

Follow me on facebook here: http://www.facebook.com/pages/Scott-Berkun/157739237575043
And on twitter here: https://twitter.com/berkun

This email was sent to petra.sammer@ketchum.com.
If you thought this was lame you can unsubscribe instantly, but know several kittens will die:
http://scottberkun.createsend1.com/t/r-u-kkkrhdd-sujiihuit-r/

03 Juni, 2012

"I'm a Part-time Daydreamer, and Part-time Designer."

Wie wunderbar: Jeden Tag eine großartige Graphik: Nineteen Eighty-Four: a year when George Orwell's Big Brother ruled Oceania, when Steve Jobs introduced the world to the Macintosh Computer, and when Jag Nagra was introduced to the world.

Since graduating from the Art Institute of Vancouver in the Spring of 2006, her skills in Design, Illustration, and Photography have been steadily improving, and her creative passions remain unrelenting. Always crafting new creative pursuits, Jag can often be found scribing ideas into the pages of her sketchbooks,
designing and hosting tea parties and documenting her worldly travels
. When asked what she does for a living, her answer is simple "I'm a Part-time Daydreamer, and Part-time Designer."”

22 April, 2012

"Ideen kommen nicht aus dem Laptop" John Cleese über Kreativität


Kann man 36 Minuten John Cleese von Monty Python zuhören, wenn er theoretisch über Kreativität spricht? Selbstverständlich. Und man lernt auch noch etwas. Man lernt, was man alles braucht, um eine Glühbirne zu wechseln. Und man lernt selbstverständlich was über Kreativität.

Dabei bringt es Cleese fertig, in nur einer halben Stunde die wichtigsten Elemente von Kreativität auf humorvolle Weise anzusprechen, beginnend mit einer Binsenweisheit: "Es ist einfach über Kreativität zu sprechen. Aber viel schwieriger, kreativ zu sein."

Cleese lässt keinen Zweifel daran, dass Kreativität kein Talent oder gar eine Gabe ist, sondern eine Profession, eine Fähigkeit, die man erwerben kann. Kreativitä hat nichts mit Intelligenz oder IQ zu tun, sondern mit der Fähigkeit von einem "geschlossenen Modus und Geist" in einen "offenen Modus und Geist" zu wechseln. Die wichtigste Fähigkeit für Cleese, kreativ zu sein, ist die Fähigkeit "spielen zu können". Laut seiner Analyse sind die kreativsten Menschen, diejenigen, die nicht verlernt haben zu spielen und die auch im kritsichen Moment offen sind, um spielerisch mit Problemen umzugehen - auch wenn das Spiel mit Ideen zunächst noch unlogisch und zeitverschwenderisch erscheint.

From Closed Mood to Open Mood
Das ist Cleese Credo. Und er hat auch 5 Zutaten parat, die helfen, von dem geschlossenen Modus in den offenen Modus der Kreativität zu wechseln:  Raum, Zeit, Z
eit, Zuversicht und Humor.

1. Raum: Cleese hält viel davon, sich eine Oase der Ruhe zu schaffen. Sich Raum zu verschaffen, an den dem man sich zurückziehen kann. Rausnehmen aus der täglichen Hektik. Ein kreativer Schutzraum zum nachdenken und spielen.
2. Zeit: Sich rausnehmen aus der Hektik - für eine bestimmte Zeit. Auch dies ein ganz wichtiges Kriterium für Kreativität. Cleese wird  nimmer müde zu betonen, wie wichtig es ist, sich Zeit zu lassen und eine Zeit der Kreation zu definieren. Sich nicht zeitlich unter Druck zu setzen und sich die Zeit für neue Ideen zu nehmen.
3. Zeit: "Es ist einfacher, schnell Dinge zu tun, die unwichtig sind. Es ist schwierig, wichtige Dinge zu tun, die lange brauchen". Daher lassen wir uns schnell ablenken. Von so vielen Dingen, die alle schnell schnell gemacht werden müssen. Cleese plädiert für mindestens 1,5 Stunden Kreativzeit pro Tag. Nicht länger, denn nach Cleese braucht man nach 1,5 h eine Pause und danach ist es nur schwierig, den Faden wieder aufzugreifen. Besser also jeden Tag 1,5 Stunden als einen Tag lang 8 h.
4. Zuversicht: Nichts ist fataler für Kreativität als die Angst, einen Fehler zu machen. Offen zu sein und auch mit unsinnigen Ideen zu spielen - nur das führt wirklich zu Neuem. Doch wir fürchten uns, Unsinniges oder gar Blödes zu sagen. Doch genau dieses Risiko, das Risiko sich zu blamieren und auch mal zu irren, braucht man, um kreativ zu sein. Kreative Menschen haben Zuversicht und sind diesbezüglich furchtlos oder unsensibel.
5. Humor: Natürlich ist Cleese Humor wichtig ... schließlich hat er weit mehr als jeder von uns davon. Und er erinnert uns daran, dass man sehr wohl auch über seriöse und ernste Themen mit Humor sprechen kann, ohne die Seriösität des Themas zu verletzen. Cleese wichtigster Aufruf: "Giggle as much as you want and move from the closed mood to the open mood."

Und schließlich bestätigt er, was jeder Kreative kennt: die Zeit der Inkubation und das vertrauen darauf: "Keep your mind gently round your subject ... and you will be rewarded from your unconsciousness ... in the shower or at breakfast ..." Wer seinem Hirn etwas Zeit läßt, der wird vom Unterbewußtsein mit Ideen belohnt werden.

Wer an dieser Stelle noch mehr von John Cleese hören will, der höre doch mal in die Rede, die er auf einer belgischen Konferenz hielt: Mit seiner Hauptthese Sleeping on a problem
Auch hier wird die Inkubation beschworen. Cleese behauptet dabei dass er gerne mal ein geniales Skript schusselig verliert und dann aus der Erinnerung es erneut schreiben muss (wer kennt das nicht). Das Schreiben der zweiten Version geht oft schneller als beim ersten Mal und der Vergleich mit der ersten Version (denn manchmal findet er seine Originalversion doch wieder) bringt dann Überraschendes: die zweite Version ist immer besser. Seine Erklärung: das Unterbewußtsein arbeitet "heimlich" weiter an der Idee und macht sie einfach besser. Auf unser Hirn ist also Verlass.

Das Schlimmste für Kreativität ist - laut Cleese - Unterbrechung. Erneut spricht er hier über die Bedeutung der räumlichen und zeitlichen Oase - sich wirklich und wahrhaftig frei und Zeit zu nehmen. Sich raus zu nehmen aus dem Alltag. Nur dort ist Kreativtät machbar. In der Oase von Zeit und Raum

Und zum Schluss gibt es noch die Antwort auf die wohl wichtigste Frage: Wo kommen die Ideen her? Seine Antwort: "Ideen kommen nicht aus unserem Laptop."
So ist es.

25 Februar, 2012

Kreativität am Arbeitsplatz: Gut drauf am Morgen

Im Juni letzten Jahres erarbeitete ein Forschungsteam der Universität Konstanz unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Sonnentag und Dipl.-Psych. Nils Henker, was Kreativität am Arbeitsplatz positiv beeinflusst. Die Psychologen konzentrierten sich dabei besonders auf den Stimmungwechsel von Arbeitnehmern am Morgen, wenn sie das Büro betreten und dem mentalen Muster während des Arbeitstages bzw. wie sich Konflikte am Arbeitsplatz auf Kreativität auswirken. Eigentlich nicht überraschend, aber jetzt wissenschaftlich nachgewiesen: wer morgends gut gelaunt ins Büro kommt, ist kreativer. "Die Auswertung zeigt, das Teilnehmer (der Studie, Anm. d. Redaktion), die morgens eine stark ausgeprägte positive Stimmung hatten, während der Arbeit mehr kreatives Verhalten zeigten als Teilnehmer, deren positive Stimmung am Morgen gering ausgeprägt war." ... "Das selbe Muster zeigt sich für positive Stimmung während der Arbeit: Teilnehmer, die während der Arbeit überdurchschnittlich positiv gestimmt waren, zeigten mehr kreatives Verhalten während der Arbeit im Vergleich zu Teilnehmern mit einer unterdurchschnittlichen Ausprägung."
Was uns die Wissenschaftler bestätigen und wir selbst intuiitiv sicher schon geahnt haben, entpuppt sich im wahren Leben aber durchaus zur Herausforderung: immer gut drauf sein! Und das schon am Morgen! Das ist essentiell für den Königsweg der Kreativität. Also sich nicht von Verspätungen der Bahn am morgen die Laune verderben lassen. Sich nicht ärgern, wenn einem schon am Morgen jemand die Vorfahrt nimmt, die Schranke zum Parkhaus nicht aufgeht, die Kaffeemaschine in der Kantine noch nicht angeschaltet wurde und der Kopierer noch eine Stunde zum Aufwärmen und

Kallibrieren braucht. Immer lächeln und ran an die Ideenfindung. Und, diese positive Stimmung bitte den ganzen Tag über halten.
Denn, so die Wissenschaftler weiter in der Zusammenfassung ihrer Studie: "Aus neuropychologischer Perspektive geht man davon aus, dass positive Stimmung die Produktion des Neurotransmitters Dopamin anregt. Dies führt zu einer verbesserten Gedächtnisleistung und erhöht die kognitive Flexibilität, was sich wiederum positiv auf die Fähigkeit Probleme kreativ zu lösen auswirkt. Darüber hinaus nehmen Sozialpsychologen an, dass positive Stimmung einen informativen Wert bei der Bewertung der aktuellen Situation hat. Positive Stimmung signalisiert, dass in der aktuellen Situation keine Bedrohung vorliegt. Personen in positiver Stimmung sind entsprechend weniger vorsichtig. In einer solchen Situation ist eine Person stärker dazu geneigt, Neues auszuprobieren und kreativer zu sein."

18 Februar, 2012

3 essentielle Dinge, die wir morgens brauchen, um kreativ zu sein

Die Antwort ist - laut aktuellster Studien - ganz einfach:
1. Möglichst langes Dahindösen
2. Lachende Babies auf Youtube und
3. Milchkaffee.

Ein hektischer Morgen mit seinen super kurzen Ritualen ist genau das Falsche, wenn es darum geht, Ideenfindung zu fördern. Laut einer Studie von Mareike Wieth and Rose Zacks finden wir die besten Ideen, wenn wir noch etwas vor uns hindösen und unfokussiert sind. Der Moment zwischen Inkubation und aktiver Phase scheint der produktiveste Zeitraum zu sein. Also ruhig im Bett noch etwas länger liegen bleiben, Zähneputzen ausdehnen (das kommt auch den Zähnen zugute) und lange Duschen (auch wenn das aus ökologischen Gründen dann nicht so gut ist). Auf jeden Fall: langsam angehen lassen. Unser Unterbewußtsein macht das dann schon.
Und wer sich immer schon gefragt hat, wer eigentlich diese vielen Baby-Videos auf YouTube ansieht, allen voran das erfolgreichste YouTube-Video ever "Laughing Baby", der bekommt von Ruby Nadler die Antwort. In seiner Studie hat er anhand dieser Videos nachgewiesen, dass Kinderlachen und insgesamt eine positive Grundstimmung die Ideenfindung fördert. Also morgens: YouTube Pflicht!
Und Annie Murphy Paul betont schließlich in ihrem wunderbaren Artikel rund um Morgenrituale, wie wichtig Coffein ist und wie es wirkt. Nur so viel: Wer Kaffee morgends trinkt, macht schon mal etwas richtig.

13 August, 2011

Die Angst vor dem Urteil der anderen

Mit der Aufforderung "jeder malt jetzt mal seinen Nachbarn" löst Tim Brown, CEO von ideo, jedesmal Gegluckse und Gedruckse aus. Wir schämen uns, dem Nachbarn das Gekritzel zu zeigen und entschuldigen uns sogar für unsere Unfähigkeit, ein perfektes Portrait abzugeben. So reagieren Erwachsene. Kinder tun das nicht. Ihnen fehlt noch die Erfahrung, negativer Kritik zu ernten. Statt dessen gehen sie stolz und unvoreingenommen mit ihrem „künstlerischen“ Werk auf jeden zu. Sie vertrauen auf das positive und bestätigende Urteil der Eltern und meist bekommen sie es auch. Erst Jahre später ändert sich das. Die Eltern werden kritischer gegenüber dem heranwachsenden Kind, weniger tolerant und spätestens, wenn Lehrer auf die Werke schauen, hagelt es Kritik, Korrekturen und Einschränkung.

Ohne die Angst vor dem Urteil unseres Nachbarn wären wir offener, ungezwungener, produktiver und mutiger. Wir würden viel öfter unsere Ideen äußern und eben nicht Angst haben vor dem Urteil der Anderen.

Kreative Unternehmen haben erkannt, dass ihre Mitarbeiter mehr benötigen als stimulierende Räume. Mehr als Ruhezonen und Spielwiesen, physische Räume, die einladen, Ideen zu entwickeln und auszudrücken (siehe die Firmenzentralen von ideo, pixar oder Google). Sie haben erkannt, wie wichtig es ist, stimulierende mentale Räume zu schaffen. Eine offene, entspannte und vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in Erwachsene den Mut finden, kreative Risiken einzugehen, sich sicher fühlen, auch mal was ungewöhnliche Ideen entwicklen und präsentieren.

Um diese Angst vor dem Urteil der Andren zu umgehen, setzt die Ideenschmiede ideo z.B. auf das Prinzip „Spiel“ bzw. „spielerischen Umgang mit Problemen“. In Spielen gehen wir mit Problemen offener, ungezwungener und flexibler um, als im wahren Leben. Wir trauen uns, ungewöhnliche Wege zu gehen und was auszuprobieren: „Ist ja nur Spiel“, sagen wir oft. Auch wenn seriöse Kunden von ideo oft irritiert sind von dieser Vorgehensweise, so sind sie doch auch fasziniert, welche kreative Kraft in dieser Arbeitsweise steckt. Und Tim Brown unterscheidet dabei drei verschiedene Arten des Spiels:
1.      Playful Exploration: das spielerische Entdecken und Ergünden des Problems und die spielerische Ideenfindung
2.      Playful Building: und damit meint er die Kraft des Protypes. Einen Protypen zu bauen ist spielerisch, aber auch eine Minimierung des Risikos im Spiel
3.      Rollenspiele: sich in die Situation hinein zu versetzen, in die Zielgruppe, in die Protagonisten des Problems – all das ist die Urform des Spieles, wie man es auch bei Rollenspielen von Kindern sieht. Im Kreativprozess hilft es vor allem, Empathie einzubringen und die Problemlösung aus den „Augen der Betroffenen“ anzusteuern.

In seinem sehenswerten TED Talk bringt Tim Brown dazu wunderbare Beispiele.